Wärme Moosdorf

 

Moosdorf gehört zur Stadt Waldmünchen und hat derzeit ca. 70 Einwohner. Geschützt liegt es in einem Tal eingebettet, umgeben von Wald, Wiesen und Weihern. 

1991 entstand die Kompostanlage Moosdorf. Grünkompostierung als eine von vier zentralen Anlagen im Lkr. Cham

2007 Fertigstellung einer neuartigen Biogasanlage für Feuchtfermentation

2009 erstmals Wärmeversorgung von 30 Haushalten in Moosdorf und 5 Anwesen im Nachbardorf Prosdorf mit Bioenergie.

Wärmeenergie erzeugen dort,
wo man sie braucht und nur dann, wenn man sie braucht!

Dieser Leitsatz war die Grundideologie zum Bau eines Microenergienetzes im Ortsteil Moosdorf innerhalb der Gemeinde Prosdorf.

Zur Schonung der Umwelt durch CO²-Emissions-Verringerung und der Ressourcen, baute die Biomethan GmbH eine Bioabfallvergärung für das Biomüllaufkommen des Landkreises Cham. Aus dieser entwickelte sich die Wärmeversorgung Moosdorf, mit dem Ziel den Ortsteil Moosdorf mit einem Microwärmenetz auszustatten und damit sich langfristig von fossilen Brennstoffen zu lösen.

Da die Distanz der Erzeugeranlage bis zum Verbraucherdorf mehr als 1.000 mtr betragen, kam nur ei externes Satelitten-BHKW in Frage, welches zentral im Dorf installiert wurde. Verbunden mit einer Gasförderleitung von der BnGA bis zur Wärmeerzeugung (BHKW).

Das BHKW (Blockheizkraftwerk) ist ein V8 Liebherr-Biogasmotor mit einer elektr. Leistung von 230 kw bzw. 370 km term und läuft ausschließlich wärmegeführt.

Bei einem Ausfall dessen, wird das Wärmenetz mit einem Notkessel befeuert, der ebenfalls mit Biogas bespeist wird. Sollte jedoch auch die Gasförderung ausfallen können immer noch beide Wärmeerzeuger unabhängig von einander überangsbedingt mit Propangas befeuert werden. Dadurch ist eine kontinuierliche Wärmelieferung in jeder Zeit und Situation gewährleistet werden und macht seriöse Lieferverträge mit den Dorfbewohnern möglich. 

Moosdorf hat ca. 70 Einwohner, diese teilen sich in 31 Haushalte. Der Anschlußgrad liegt bei 100%.

Das Wärmeverteilnetz wurde mit der Firma Rehau entwickelt und umgesetzt, auf eine Netzlänge von ca. 1.800 mtr führen Abzweiger zu jeder Parzelle (bebaut und unbebaut). Jeder Abnehmer ist mit einer Übergabestation ausgestattet, die einen entsprechenden dimensionierten Wärmetauscher, einer hydraulischen Weiche, einen Durchlaufdosierer und einen Wärmeverbrauschszähler. Der durchschnittliche Jahresverbrauch liegt bei ca. 1.000 mw term.